Standardisierung kann Kosten bei E-Government senken Startseite | Impressum
Aber insgesamt ist beim Thema E-Government durchaus noch Nachholbedarf vorhanden. Mit E-Government ist die "Abwicklung geschäftlicher Prozesse im Zusammenhang mit Regieren und Verwalten mithilfe von Informations- und Kommunikationstechniken über elektronische Medien" gemeint. E-Government ist eine Sonderform des E-Business, bei der kein Geschäftspartner, sondern "ein Amt oder eine Behörde als Partei in Erscheinung tritt und mit Bürgern oder Unternehmen interagiert (z.B. Durchführung von Steuererklärung oder Kfz-Zulassung)." (Quelle: http://wirtschaftslexikon.gabler.de). Es ist durchaus sinnvoll, manche Abläufe über elektronische Medien vorzunehmen. Dies kann Kosten und Zeit sparen, sowohl bei den staatlichen Stellen, als auch bei den Bürgern. Damit dies aber auch eintritt, ist es wichtig, dass die bestehenden Standards eingehalten werden. Das fordert seit langem auch der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien, abgekürzt Bitkom. Man kann sich den Datenaustausch wie eine Sprache vorstellen. In Deutschland existieren unzählige Dialekte: schwäbisch, ostfriesisch, sächsisch, bayerisch, westfälisch und viele mehr. Haben Sie schon einmal gehört, dass sich ein Ostfriese und ein Bayer in ihrem jeweiligen Dialekt verständlich unterhalten haben? Schwer, oder? Und genau so ist das mit dem Datenaustausch. Mittlerweile existieren rund 1.000 verschiedene XML-Dialekte, was natürlich nicht zur Erleichterung des Datenaustausches beiträgt. Zudem steigen dadurch die Kosten, da Programmierer nicht auf vorgefertigte Code-Bausteine zurückgreifen können. Daher ist es nötig, sich auf gewisse Standards zu einigen und
diese auch anzuwenden. Oder um beim Beispiel der Sprache zu bleiben.
Wenn man von allen verstanden werden möchte, spricht man Hochdeutsch,
die gemeinsame Sprache. Wenn man möchte, dass der Datenaustausch
reibungslos funktioniert, nützt man den gängigen Standard
- ist doch eigentlich ganz logisch, oder?
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